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Gesundheitsfonds: schon 2009 zu wenig

Der Beitragssatz für den Gesundheitsfonds steht mittlerweile fest: 15,5 Prozent. Die Vertreter der Krankenkassen befürchten, dass das Geld bereits im Startjahr des Gesundheitsfonds nicht ausreichen wird.

Der GKV-Spitzenverband hatte einen Beitragssatz von 15,8 Prozent für den Gesundheitsfonds gefordert. Die Kassen gehen davon aus, dass die Kosten nur zu 98 Prozent gedeckt werden können. „Das würde bedeuten, dass wir schon 2009 nicht nur vereinzelt Kassen haben, die Zusatzbeiträge erheben müssen, sondern viele“, warnt der Chef der Ersatzkassenverbandes, Thomas Ballast.

Wenn das Geld der Kassen nicht reicht, können einzelne Kassen zusätzlich zum einheitlichen Beitragssatz einen Zusatzbeitrag erheben. Dieser Zusatzbeitrag ist allein vom gesetzlich Versicherten, bzw. vom Arbeitnehmer zu zahlen. Der Arbeitgeber trägt daran keinen Anteil.

Auch Gesundheitsexperten sagen: Der Beitragssatz ist zu niedrig

Gesundheitsexperten teilen die Ansicht der Krankenkassen, dass ein Beitragssatz von 15,5 Prozent zu niedrig sei. Ihrer Einschätzung nach werden die Krankenkassen aber versuchen, Zusatzbeiträge so lange wie möglich zu vermeiden. Mit der Konsequenz, dass die Kassen bei den Leistungen sparen müssen. Gesundheitsökonom Prof. Wasem dazu in einem ZDF-Interview: „Kurzfristig führt der Gesundheitsfonds dazu, dass die Krankenkassen versuchen werden, an der Kostenschraube zu drehen. Keine will als erste den Zusatzbeitrag erheben, um nicht den Wettbewerbsvorteil zu verlieren.“

Der Gesundheitsfonds startet am 1. Januar 2009 mit einem Einheitsbeitragssatz von 15,5 Prozent. Der Fonds sammelt alle Beiträge der gesetzlich Versicherten ein und weist dann jeder Krankenkasse ihren Anteil nach bestimmten Kriterien zu. Der Einheitsbeitragssatz bedeutet für die meisten Kassenmitglieder eine steigende finanzielle Belastung.

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Lesen Sie auch unsere Fragen und Antworten zur Gesundheitsreform.

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